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statistisch betrachtet alles völlig normal menschlich, leider

Vor einiger Zeit suchte per Annonce ein Mann einen anderen Mann, der sich von ihm schlachten und aufessen ließe. Die beiden kamen zusammen, A tötete B und aß Teile von ihm auf. Skandal, Skandal, Aufregung.

Dann gab es eine junge Frau, die als junges Mädchen entführt und in einem Verließ gehalten wurde über Jahre. Sie entkam endlich nach Jahren, ihr Entführer nahm sich das Leben. Skandal, Skandal, Aufregung.

Dann hielt ein Vater seine Tochter 24 Jahre gefangen, vergewaltigte sie regelmäßig, zeugte sieben Kinder mit ihr. Skandal, Skandal, Aufregung.

Vor kurzem erschoß ein verklemmter, 17 Jahre alter Knilch mit der herumliegenden Knarre seines Vaters 15 unschuldige Menschen und sich selber in einem Anflug von Amok. Aufregung, Aufregung, Skandal.

Was verbindet alle diese Fälle? Alle diese Fälle zeigen Extremformen menschlichen Verhaltens. Zum Glück passieren diese Fälle extrem selten. Besser wäre sie passierten gar nicht. Alle Opfer sind unglaublich, unvorstellbar geschundene Menschen, ihr Leid dem normalen Menschen nicht annähernd nachvollziehbar.

Und doch sind es Menschen, die diese Taten verübten. Mit anderen Worten sind es Extremwerte in der Statistik menschlichen Verhaltens. Könnte es nicht sein, dass ein kleiner Sadist oder ein mehr oder weniger kleiner Amokläufer in jedem von uns steckt?

Es sind von der menschlichen Rasse gemachte Verbrechen, die offenbar zum (seltenen, aber grundsätzlich vorhandenen) menschlichen Verhaltensrepertoire gehören.

Sie werden wieder passieren, sie sind nicht vermeidbar. Drum prüfe sich jeder in wieweit er oder sie selber zu extremem menschlichen Verhalten tendieren könnten. 

 

 

 

18.3.09 23:34
 




bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leocifre / Website (19.3.09 17:11)
Diese Taten lassen sich nicht durch Gesetze oder ähnlichem verhndern. Die "Täter" müssen von Anfang an nicht zu solchen werden dürfen. Alle diese Leute hatten eine Störung, welche durch die Form des Umganges mit denen in der Gesellschaft/Familie ausgelöst wurde. Wenn die Menschen einfach mal zur Abwechslung lieb zu einander sein würden, gebe es auch nicht so viele Menschen, die ihre Aggression irgendwann so explodieren lasen.


Ferner halte ich es für fatal, dass Fritzl nicht wegen Schwarzbau und Sozialkassenbetrug verknackt wird... Für mich als gelernten Verwaltungsmenschen ist das ein Skandal. (Kann man ja in der Sommerpause noch ausschlachten, damit man den Fall noch länger ausrollen kann... Elisabeth wird sicherlich Probleme genug haben... lasst doch mal gut mit dem A... sein.)


Geschreibsel / Website (22.3.09 13:09)
Freidenkerzone, ich gehe 100% dacor mit den von Dir geäußerten Gedanken. Allerdings halte ich den Menschen für entwicklungsfähig genug, nicht in seinem "niederen Wesen" verweilen zu müssen. Nur sowas muß erstmal jeder für sich selber entscheiden und dann die Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Bis zu einem besseren Leben in dieser Welt ist es noch ein weiter Weg, aber immerhin ein Weg. Die Hoffnung stirbt zuletzt und sie zu haben ist wichtig. Sonst verfällt man nur noch in Misanthropie und Selbsthass und das macht das Leben auch nicht schöner.


wetterhexe / Website (23.3.09 10:14)
Ich denke, dass jeder Mensch in bestimmten Situationen solche Verhaltensmuster entwickeln könnte, wenn bestimmte auslösende Faktoren bei ihm zusammenkommen.
Die Bestie ist in uns, die meisten aber von uns schaffen es, wohl auch durch glückliche Umstände bedingt, sie schlafen zu lassen.
Wehe aber, wenn irgendetwas diese Bestie aufweckt!

Der Fall Fritzl regt mich besonders auf. Dieser Mann hat seiner Tochter Jahre ihres Lebens die Hölle bereitet. Bis zu ihrem letzten Atemzug wird sie mit dieser Hölle leben müssen.

Der Amoklauf? Da steht man mit leeren Händen da und kann nichts dagegen tun. Nichts, aber auch gar nichts, kann solche Dinge verhindern, auch wenn man die Gesetze noch so verschärft.
Schließlich hält die Todesstrafe ja auch einen Mörder nicht von seinem Tun ab.

Vielleicht wäre es besser, sich im Leben vorwiegend mit den guten Dingen zu beschäftigen, sich mit Schönheit zu umgeben und versuchen, all das Gute an andere Menschen weiterzugeben. Was einen aber trotzdem nicht davon abhalten sollte, schlimme Dinge auch beim Namen zu nennen.
Die Mauer des Schweigens scheint ein Faktor für die Entwicklung solcher Taten zu sein. Siehe Fall Fritzl. Kann es wirklich sein, dass niemand etwas mitgekriegt hat?

LG Wetterhexe


Holzmichel / Website (31.3.09 17:52)
In Deiner Aufzählung fehlt noch ein Vorfall:
In der münchner S Bahn treten zwei junge Migranten mit den Füssen auf einen alten Rentner ein, mehr in den Kopf. Ein weiterer Tritt wäre der sichere Tod des Rentners gewesen.
Solche Rohheiten müssen anerzogen sein. Es gibt keine Werte des Lebens mehr, sondern nur Hass und Egoismus. Teile unserer Gesellschaft werden in die Irre geleitet und verkommen.
Im Falle Fritzl glaube ich fest, dass die gesamte Familie das gewusst hat. Nur irgendwann waren alle mit einbezogen und evtl. straffällig geworden. Darum hat man alles so lange angesehen und geduldet.
Die unterdrückte Tochter Elisabeth schreibt ein Buch und verdient dabei noch viel Geld.
Servus Rich


Daniela / Website (24.5.09 08:50)
sach mal ..hier gehts aber nicht besonders fröhlich zu Die Sonne scheint doch! Stressfreie Grüße von FrauSport®


Holzmichel / Website (24.6.09 22:38)
Man hört und liest Dich nicht mehr.
Besonders bei der Wetterhexe gehst Du schon ab.
Servus

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